Führung 4.0

Führung 4.0 – Warum es unerlässlich ist neu über Führung nachzudenken

Führung 4.0 – Führungskompetenzen für die neue Arbeitswelt


Die Verweildauer und die Produktivität von Mitarbeitern im Unternehmen hängen in erster Linie vom Führungsverhalten des direkten Vorgesetzten ab. Dies zeigen die Ergebnisse einer groß angelegten Studie des Beratungsunternehmens Gallup (Engagement Index 2016). Leider klaffen die Vorstellungen der Mitarbeiter von guter Führung und die Realität in deutschen Unternehmen weit auseinander. 15 Prozent der Arbeitnehmer haben bereits innerlich gekündigt, 70 Prozent machen lediglich Dienst nach Vorschrift. Gallup-Berechnungen zufolge kosten die damit verbundenen Begleiterscheinungen die deutsche Volkswirtschaft insgesamt bis zu 105 Milliarden Euro jährlich.

Es läuft etwas schief in deutschen Unternehmen! In den vergangenen sieben Jahren, in denen ich als Trainerin, Team- und Businesscoach in zahlreichen Unternehmen verschiedener Branchen gearbeitet habe, sind mir zwei Dinge selten begegnet:

– zufriedene Mitarbeiter,
– zufriedene Führungskräfte.

Vielmehr traf und treffe ich auf unzufriedene Mitarbeiter und Führungskräfte, die sich überlastet fühlen. Nicht selten schieben sich beide Parteien gegenseitig die Schuld für die vorhandenen Missstände zu. Höchste Zeit also für ein  Update der Führungskompetenzen. Zeit für Führung 4.0!

Warum es neue Führungskompetenzen braucht


Unsere Gesellschaft befindet sich im Wandel. Das Internet und die digitalen Technologien gestalten nicht nur unseren Alltag neu, sie führen auch zu großen Veränderungen in der Arbeitswelt. Eine Vielzahl weiterer Entwicklungen, die sich mit großer Geschwindigkeit vollziehen, führt zu dem, was als Transformation 21 bezeichnet wird.

Hier ein kurzer Überblick über Trends, die für Ihre Personalentwicklung eine wichtige Rolle spielen:

Demografischer Wandel


Einen Satz höre ich schon seit geraumer Zeit von vielen meiner Kunden: „Wir finden einfach kein / nicht genügend qualifiziertes Personal.“

Angesichts der Bevölkerungsentwicklung in Deutschland ist dies wenig verwunderlich. Die Wirtschaft befindet sich im Aufschwung, die Bevölkerung jedoch schrumpft. Die geburtenstarke Generation der Babyboomer wird bald in Rente gehen. Dies führt zu Machtverschiebungen auf dem Arbeitsmarkt. Konnten die Unternehmen noch vor wenigen Jahren aus unzähligen Bewerbern den besten aussuchen, gibt es heute bereits Unternehmen, die mit Übernahme von Umzugskosten und Unterstützung bei der Wohnungseinrichtung werben, um Fachkräfte zu gewinnen.

Bei meinen Kommunikationstrainings, Teamentwicklungs- und Verkaufsseminaren sind sich die Mitarbeiter häufig einig. Viele wünschen sich: einen anderen Umgang, mehr Wertschätzung oder gleich einen neuen Chef. Neben der Wertschätzung stehen die Möglichkeiten der persönlichen Weiterentwicklung sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie hoch im Kurs.

Veränderte Wertentwicklung der Mitarbeiter


„Ich weiß nicht, was in diesen jungen Leuten vorgeht!“, hörte ich neulich eine Führungskraft aus dem medizinischen Bereich sagen. „Keiner fühlt sich verantwortlich, ständig muss ich alles mehrfach erklären und es scheint fast so, als wäre alles andere im Leben dieser jungen Menschen wichtiger als die Arbeit.“

Derzeit befinden sich drei Generationen, die sogenannten Baby Boomers, die Generation X, sowie die Generation Y, auf dem Arbeitsmarkt und mit ihnen Menschen mit sehr unterschiedlichen Zielen und Vorstellungen vom idealen (Arbeits-) Leben.

Missverständnisse sind an der Tagesordnung und Konflikte vorprogrammiert. Team- und Konfliktcoachings haben Hochkonjunktur. Auch MBTI®-Trainings und -Coachings zum besseren gegenseitigen Verständnis und Miteinander sind gefragter denn je.

Die Rolle der Digitalisierung bei Fragen der Mitarbeiterführung


Während die Generation Y auch als „digital natives“ bezeichnet, mit der Digitalisierung groß geworden ist, können sich Vertreter der Baby Boomers noch an Zeiten ohne (Festnetz-) Telefon erinnern.

Entsprechend unterschiedlich ist der Qualifizierungsbedarf der Mitarbeiter in den Unternehmen. Auch dies muss eine gute Führungskraft im Blick haben. Um die Chancen, die die Digitalisierung bietet nutzen zu können, gilt es die Fähigkeiten der Mitarbeiter diesbezüglich zu entwickeln.


Fazit: Unsere Welt ist komplexer geworden und mit ihr verändern sich die Herausforderungen, vor denen Führungskräfte heute stehen täglich. Wie schon Albert Einstein bemerkte, können Probleme nie mit dem gleichen Denken gelöst werden, durch das sie entstanden sind. Allerhöchste Zeit also für Führung 4.0!

Hier kommen Sie zu meinen Führungskräfte-Seminaren

Lesen sie in meinem nächsten Blogbeitrag:

Welche Kompetenzen brauchen Führungskraft für die VUKA-Welt

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